Monday, August 12, 2013

Der Anfang vom Ende

Ein seltsames Gefühl. 

Vor allem, wenn man in alter, gewohnter Manier die Schubladen in der Küche öffnet - und sie leer vorfindet. Oder im Zeitdruck an den Fleck an der Wand starrt, bis man begreift, dass die Uhr, die dort mal gehangen hat, heute mit all dem anderen Kram in Kisten verpackt worden ist. Dieses Gefühl, wenn man viele lieb gewonnene Menschen in den unterschiedlichsten Situationen verabschiedet - nach dem Mittagessen in der Mensa, der Zigarette auf den Treppenstufen oder einer Party, an die man sich nur noch sehr schemenhaft erinnern kann. Und alles unter dem Motto: nach mir die Sintflut. 


Mein Zimmer müsste eigentlich leer sein, schließlich verlasse ich meine Heimat in nicht mal 48 Stunden. Aber nein, hier liegt immer noch so viel nutzloser Krempel zwischen den ganzen Klamotten, Handtüchern, Büchern und Hygieneartikeln, die noch tetrisartig in die beiden viel zu kleinen Koffer einsortiert werden müssen, dass ich gar nicht sicher bin, ob ich wirklich alles dabei habe oder nicht die Hälfte zwischen dem Spittel verloren geht. Wird schon. Muss schon. Morgen ist auch noch ein Tag.



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