Zwischen Sonnenschein und Regenwolken gibt es immer das kleine Zwielicht. Bevor sich der Himmel verdunkelt, gibt es diese paar Sekunden, in denen die Farben besonders brillant erscheinen. Als hätte jemand einen Kontrastfilter vor die Linse gehalten, nur für diesen winzigen Augenblick. Dann Regen. Das Schöne? Nach jedem Schauer kommt auch wieder Sonne.
Die Koffer sind gepackt, das Zimmer sieht immer noch aus wie Sau. Morgen um diese Zeit bin ich gerade in Berlin angekommen. Erscheint mir immer noch sehr unwirklich. Mittlerweile habe ich ein Wuseln in mir, heute Nacht wirds wohl nichts mit Schlafen. Dafür habe ich morgen und übermorgen genug Zeit, was soll man sonst 24h im Bus machen?
Wie eine intelligente Frau heute zu mir sagte: das ist wie eine Geburt. 9 Monate schiebst du diese Murmel vor deinem Bauch mit dir herum, und vom einen auf den anderen Tag dreht sich dein Leben um 180 Grad. Murmel weg, Baby da. Alle wollen es sehen, es halten, fragen, wie es so ist, Mutter zu sein. Man braucht "ihre" Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Und dann will man sich diesen kleinen Fratz nicht mehr weg denken.
Schauen wir mal, ob es eine unkomplizierte Geburt wird oder ob ich, wie damals vor mehr als 22 Jahren, doch die Zange brauche.
Warten auf Sonnenschein.
No comments:
Post a Comment