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70 Kilometer.
Wir sind verrückt. Das ist keine welterschütternde Neuigkeit, das war spätestens seit der haarsträubendschnellen Skimobilfahrt klar. Kein Wunder also, dass Kathi und ich nach einem kleinen Jūrmala-Warm-up von knapp 50km auf ebener Fahrbahn und gut ausgebautem Radweg einen Schritt weitergingen - mit dem Bus nach Salacgrīva und auf dem Drahtesel zurück.
Auf der Karte war vermerkt, dass der EuroTrail #13 noch ausgebaut wird und deshalb streckenweise nicht in perfektem Zustand ist.
Wir haben alles gesehen.
Alles!
Vom gut ausgebauten Radweg über einen Seitenstreifen auf der A1 hin zu Sandgruben, Waldwegen und Trampelpfaden. Mein persönliches Highlight: "And now: 300m on the beach!". Die spinnen, die Letten.
Für die 70km nach Skulte hatten wir eigentlich fünf Stunden eingeplant. Ja, das hat nicht so ganz geklappt.
Wahrscheinlich kommt daher der Werbespruch: "Latvia - best enjoyed slowly".
Die Aussicht allerdings war atemberaubend. Atem holen direkt am Strand, wo keine Menschenseele zu sehen war. Snackpause direkt an den brausenden Wellen, die gegen den Sand schlugen.
Ein Storch, der über die Fahrbahn fliegt, ein Hund, der uns schwanzwedelnd beschnuppern kommt, und so wenig Gegenverkehr, dass wir ihn an einer Hand hätten abzählen können. Wundervolle, winzige Siedlungen wechselten sich ab mit unberührter Natur - immer mit dem Meer zu unserer Rechten. Wir sahen die Veczemju Sandsteinfelsen
In Skulte erreichten wir in allerletzter Sekunde den Zug nach Rīga - hinter uns schlugen die Automatiktüren zu, während wir noch damit zu tun hatten, die Räder ins Abteil zu manövieren.
Wir haben es geschafft.
Mensch, wie unbesiegbar man sich danach fühlt...
7 Tage
Es ist mal wieder Donnerstag. Ich werd verrückt. Nein, ich bin es schon - denn ich habe heute zum dritten Mal meinen Koffer ein- und ausgeräumt, das Zimmer geputzt und Papierkram aussortiert. Das letzte Examen am Montag abgehakt und heute die Ergebnisse abgeholt. Morgen kommt die Verabschiedung von Lana - und heute? Heute sagt meine liebste Bruninieku-WG "Auf Wiedersehen". Wenigstens bleiben sie noch bis nächste Woche. Komisch ist es dennoch, die ganzen Einladungen zu "Goodbye"Parties, die einem jetzt zugeflattert kommen, die unlösbaren Fragen, wo man Kleidung spenden kann und was man der besten Freundin als Souvenir mitbringen könnte... um dem Ganzen aus dem Weg zu gehen, mache ich das, was ich am Besten kann. Ordnung!
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