Gestern war die Einzugsfeier von Leo, Andi, Luca und VS.
Für dieses Event hat sich der chef de la cuisine etwas ganz Besonderes zu recht gelegt.
Es gab Sushi. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen und war beim Schneiden, Matschen, Kleben und Rollen mittendrin statt nur am Mampfen. Es hat schon etwas Meditatives, wenn man den Reis auf Algenplatten mit seinen klebrig-nassen Fingern breit schmiert, eine Auswahl an Gemüse und Lachs dekorativ in die Mitte drapiert und dann mit der Matte das Ganze zu einem delikaten Zylinder zusammenrollt. Eine Sinnessensation für Geschmackspapillen und Nervus opticus.
Der Haken an der Sache: akutes Heimweh.
Die Wochen vor meiner Abreise kommen mir im Rückblick vor wie ein einziger Sushi-Exzess. Ob selbst gemacht oder vom Meister persönlich zubereitet: der Geruch von Algen weckt in mir die Erinnerung an Dresden, an witzige Abende, verpeilte Mittagessen, an Zeit mit Freunden. Ach, ihr fehlt hier.
Was hilft am Besten gegen Morbus Germanicus? Richtig: feiern und putzen. Hauptsache, man hat was zu tun.
Feiern: check.
Frühjahrsputz in den eigenen 4 Wänden: check.
Das gefürchtete After-Party-Cleaning: check.
Ich glaube, so energiegeladen habe ich schon lange keine Rotweinflecken auf fremder Küchenarbeitsplatte weggescheuert.
Aus meinem Fenster kann ich auch endlich wieder hinaus schauen. Nur die Flecken vom Dreckwasser der Fenster an der angrenzenden Wand haben mich in die Knie gezwungen. Beim Versuch sie zu eliminieren habe ich jetzt stattdessen Farbe am Putzlappen.
Jaja, die Dosis macht das Gift!
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