Fliegen fasziniert mich noch immer. Man steigt einfach ein, versucht eine gewisse Zeit lang das Motorengeräusch zu ignorieren, setzt schließlich mal mehr mal weniger sanft auf dem Boden auf und verlässt den Aluminiumvogel in einer Stadt, etliche hundert und mehr Kilometer entfernt vom Ausgangspunkt.
Flughäfen sind wie eine eigene Stadt, ein Mirkoorganismus, scheinbar autark vom Rest der Welt. Zwischen niedlich-gemütlichen Cafés findet man Boutiquen, Bücherläden und das neue Modell einer weltbekannten Marke. Das könnte jede x-beliebige Shoppingmall dieser Welt sein. (Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied dass die Preise einem hier selbst beim unschuldigsten Kaffee die Nackenhaare zu Berge stehen lassen.)
Ich sitze gerade in einem der Flughäfen von Oslo. Gardermoen. Einer der Flughäfen, die es geschafft haben, trotz ihrer relativen Größe wunderbar aufgeräumt und logisch gegliedert zu sein. Das einzige, was mich verwöhnte Zweieinhalbmonatslettin stört: kein kostenloser Zugang zum Internet. Wie rückschrittlich!
Wir sind 25 Minuten eher hier gelandet als zu erwarten war. Nach dem Prozedere von Check-in, Security Check und erstem Geldabheben habe ich es mir jetzt an einem Tisch gemütlich gemacht. Draußen bricht so langsam die Sonne durch die doch sehr dicke und graue Wolkendecke. Mein Weiterflug nach Kristiansand steht noch nicht mal auf der Abflugtafel. Hätte ich geahnt, dass es doch noch ein Grad über Null am heutigen Tag wird, hätte ich mich vielleicht doch für die fünfstündige Busfahrt entschieden. Jetzt bleibt mir vorerst nichts anderes übrig als meinen Kaffee zu schlürfen und die Aussicht zu genießen. Sollte mir langweilig werden, habe ich ja immerhin noch mein Gynäkologielehrbuch dabei.
Mein nächster Flug hat angeblich WiFi an Board. Wie es scheint sitze ich in der letzten Reihe ganz am Fenster. Finde ich gut. Mein letzter Sitzplatz in der halbvollen Maschine befand sich in der Mitte auf Reihe 14. Endlich habe ich es auch mit eigenen Augen gesehen, dass es keine Reihe 13 im Flugzeug gibt. Ob sie, die japanische Kultur berücksichtigend, auch keine vierte Reihe haben?
(Ich korrigiere: nach etlichen Versuchen habe ich nun auch hier kostenloses WLan gefunden. Man muss nur wissen, wie. Nächstes Mal: norwegisch lernen.)
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